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SY Polarwind

Am Anfang war es nur ein Traum – der Traum vom eigenen Schiff, vom Leben an Bord und der Rückkehr nach Feuerland. 2010 wurde der Traum Wirklichkeit. Wir verkauften unser Hab und Gut in Deutschland und wurden stolze Eigner der SY POLARWIND. Von Griechenland aus segelten wir durchs Mittelmeer und überquerten von den Kap Verden aus mit Kurs Brasilien den Atlantik. Nach einem längeren Stopp in Buenos Aires, wo wir die POLARWIND für die hohen Breiten ausrüsteten, ging es die südamerikanische Küste hinunter bis „ans Ende der Welt“.

Einige Jahre segelte die SY POLARWIND im Revier Kap Hoorn und Feuerland. Heimathafen war quasi Puerto Williams, der südlichste Ort der Welt. Unsere Mitsegler*innen ließen sich von unserer Begeisterung für diesen Landstrich anstecken. Manche kamen zum wiederholten Male, um einsame Buchten und versteckte Kanäle zu erkunden oder das legendäre Kap Hoorn zu umrunden. Als Skipper Osvaldo zum beinahe 100. Male zum Kap Hoorn segelte, entstanden neue Träume und aus Träumen wurden Pläne: Die SY POLARWIND segelte mit ihrer Stammcrew und Freunden in die Antarktis und verbrachte einige Wochen in der vorgelagerten Inselwelt des weißen Kontinents.

Anschließend war die Yacht mehrere Monate in der winterlichen Einsamkeit der patagonischen Kanäle auf dem Weg nach Norden unterwegs. In Puerto Montt stand ein umfassendes Refit auf dem Programm.

Mit „Kurs West“ segelte sie dann in den Pazifik. Über Französisch Polynesien, Samoa, Fidschi und Vanuatu ging es nach Papua Neuguina und weiter nach Indonesien, Singapur, Malaysia und Thailand. Nach Stopps in Sir Lanka und Indien segelte sie durch den Golf von Aden. In Dschibuti überraschte die Crew der weltweite Lockdown. Unter widrigen Umständen schaffte sie trotz wegen Corona geschlossener Grenzen den Weg durch das Rote Meer nach Norden. Genau zehn Jahre, nachdem die Stammcrew Griechenland mit Kurs Ost verlassen hatte, kam sie zurück ins Mittelmeer. Die Welt war umrundet!

Die Polarwind bekommt nun in einer Werft all die Pflege, die sie sich verdient hat. Skipper Osvaldo freut sich auf eine vorübergehende Zeit mit festem Boden unter den Füßen, aber dann geht es für ihn wieder aufs Wasser. Kap Hoorn ruft! Er freut sich darauf, neuen Mitsegler*innen die Schönheit und Abenteuerlichkeit des Lebens auf See näher zu bringen.

Wir danken all unseren bisherigen Mitsegler*innen und Sponsoren, die dazu beigetragen haben und weiterhin dazu beitragen, das Projekt POLARWIND zu verwirklichen und verbleiben mit seemännischen Grüßen

Das Team der SY POLARWIND