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Noch einmal Samoa

15. August 2019

Apia, Samoa: Nur 80 sm sind es bis ins andere, unabhängige Samoa. Auch hier empfangen uns die Menschen mit der typischen Gastfreundschaft und Herzlichkeit der Südsee, aber nicht nur sie! Auf Samoa treffen wir unsere langjährige Segelfreundin Paula aus Argentinien wieder, die seit Jahren mit einem Katamaran im Pazifik unterwegs ist. Was für ein Wiedersehen!

Gemeinsam mit Paula haben wir die Gelegenheit, tief in die Kultur Samoas einzutauchen und das typische Leben in den Dörfern kennenzulernen: Traditionell kochen die Männer. Brotfrucht, Bananen, ein ganzes Ferkel und Fisch werden auf heiße Steine gelegt und mit Bananenblättern zugedeckt. Bis das Essen fertig ist, lernen wir, aus Palmenblättern Teller zu flechten. Man zeigt uns außerdem, wie die überall und von allen, also Männern und Frauen, getragenen Wickelröcke, lava lavas genannt, gefärbt und Schalen aus Holz geschnitzt werden. Höhepunkt ist für uns, dabei zu sehen zu dürfen, wie einer der Männer auf traditionelle Art ein neues Tattoo bekommt. Das muss wirklich schmerzhaft sein, aber der Mann verzieht keine Miene.

Die grüne Insel gefällt uns unglaublich gut. Überall gibt es Wasserfälle, in denen man baden kann und auf der Südseite der Insel wartet eine besondere Überraschung auf uns: To Sua, übersetzt das große Loch, ein spektakulärer Natur-Swimmingpool. Durch einen Tunnel im Lavagestein hat sich das Meer einen Tunnel gebahnt und über Jahrtausende ein großes, ca. 30 m tiefes Loch ausgewaschen. Über die rutschige Holztreppe hinunterzuklettern ist aufregend, in dem Loch zu schwimmen sagenhaft.

Noch einer hat lange vor uns gemerkt, wie toll diese Insel ist: Der schottische Schriftsteller Robert Louis Stevenson, der unter anderem Die Schatzinsel geschrieben hat, verbrachte seine letzten Lebensjahre auf Samoa und schrieb hier einige seiner bekanntesten Werke. Natürlich besuchen wir auch sein Haus, das inzwischen ein Museum ist.

Am letzten Abend sehen wir eine Feuershow. Männer, nur mit Blättern der Kokospalmen bekleidet, tanzen um und durch das Feuer. Wirklich beeindruckend sieht das aus. Schweren Herzens verabschieden wir uns von dieser fantastischen Insel und machen wir uns mit dem nächsten Wetterfenster wieder auf den Weg.