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Refit – die SY Polarwind im neuen Outfit

06. Dezember 2018

Refit – die SY Polarwind im neuen Outfit

Puerto Montt, Chile: Die SY steht an Land und verwandelt sich für zwei Monate in eine Großbaustelle. Neben den ständigen und immer wiederkehrenden Instandhaltungsarbeiten, stehen nun auch größere Projekte auf der To-Do-Liste: Alle Wanten erneuern, die Motoren komplett durchchecken, eine Salzwasserleitung in die Kombüse legen, einen neuen Autopilot einbauen, die Windsteuer-Anlage anpassen, Großsegeln und Fock nachnähen, den kompletten Teak-Boden im Schiff grundbehandeln, den Rumpf neu streichen sowie natürlich das Unterwasserschiff behandeln sowie neues Antifouling auftragen. Und dann muss das Schiff, das sich in den kalten Revieren so bewährt hat, fit gemacht werden für die warmen Gegenden: Wir brauchen unbedingt ein Bimini.

Die Arbeitstage beginnen morgens um 6 und enden selten vor 22 Uhr. Aber Anfang Dezember ist es dann endlich geschafft: Die SY Polarwind schwimmt wieder! Der Skipper muss jetzt unbedingt mal eine Woche am Stück schlafen, dann kann es weiter gehen!

Knapp fünf Monate winterliche Einsamkeit

03. Oktober 2018

Knapp fünf Monate winterliche Einsamkeit

Durch die chilenischen Kanäle von Feuerland nach Puerto Montt

Mitten im Herbst der Südhalbkugel verlassen wir Puerto Williams im chilenischen Teil Feuerlands, das in den letzten Jahren so etwas wie ein Heimathafen der SY Polarwind gewesen ist und segeln in westlicher Richtung durch den Beagle-Kanal davon. An Bord dieses Mal nur die „Familie Polarwind“: zwei Erwachsene, zwei Kinder. Es ist Zeit, Neues zu entdecken. Zunächst aber braucht die Yacht ein umfassendes „refit“. Ein Travellift plus erfahrenem Kranfahrer und Läden voller Ersatzteile sind in der Stadt Puerto Montt, knapp 1400 Seemeilen entfernt, zu finden. Das wird also unser erstes Ziel. Wir wollen uns aber Zeit lassen für diesen Törn durch die Einsamkeit der patagonischen Fjorde und Kanäle.

Jede Jahreszeit hat auf dem langen Weg in den Norden so seine Tücken. Im Winter sollen die vorherrschenden West- bzw. Nordwinde schwächer blasen, dafür sind die Tage kürzer. Nachtfahrten sind in den z.T. engen Kanälen mit den manchmal doch recht ungenauen elektronischen Karten in diesem Revier nur selten möglich. So haben wir täglich nur ein paar Stunden Zeit, um von einer sicheren Ankerbucht in die nächste zu kommen. 400 m Landleinen haben wir an Bord und mehr als einmal brauchen wir sie alle. Die typischen Manöver in den engen Buchten sind mit Anker und mindestens zwei Heckleinen an den Bäumen. Aufwendig sind die Manöver, bis die Yacht sicher liegt, aber absolut notwendig, um nachts ruhig schlafen zu können.

In den Wochen, die wir unterwegs sind, kommt der Winter. Mehr als einmal müssen wir im ersten Morgengrauen eine dünne Eisschicht rund ums Schiff mit einem langen Stock zerhacken, um überhaupt mit dem Dinghi bis zu den Bäumen zu kommen, an denen die Leinen befestigt sind. Wir waren zum Glück lange genug im Revier Feuerland zu Hause, als dass uns das etwas ausmachen würde.

Der Nordwind bläst und bläst, manchmal mit bis zu 50 Knoten durch die Kanäle, draußen im Pazifik entsprechend mehr….so viel zur Theorie des Winterwetters. Tagelang harren wir in manchen, geschützten Buchten aus, aber anstatt uns darüber zu ärgern, dass uns das Wetter kaum weiter lässt, genießen wir diese Tage. Wir machen Wanderungen, erkunden die völlig unbewohnte Umgebung, beobachten Seevögel, Delfine und manchmal sogar Minkwale, die sich durch unsere Anwesenheit nicht stören lassen. Wir lesen, machen Gesellschaftsspiele, backen Brot oder Kuchen und haben, was doch den meisten Menschen heutzutage völlig fehlt: Zeit.

In der Magellanstraße haben wir Funkkontakt zu einigen Frachtern, danach bleibt das Funkgerät wieder ganze Tage lang still. Durch den Kanal Smyth, Sarmiento und Wide arbeiten wir uns langsam nach Norden vor. Je weiter wir nach Norden kommen, desto mehr regnet es. Der Nordwind bringt den Regen und anstatt dagegen an zu knüppeln, machen wir es uns in den Buchten im Deckssalon gemütlich. Der Refleks-Ofen bollert Tag und Nacht und hält die Yacht trocken und warm.

Das erste Mal wieder auf Menschen treffen wir in dem kleinen Ort Puerto Eden. Gerade mal 100 Menschen leben wir, aber nach Wochen in der Einsamkeit sind das doch ganz schön viele. Eine Frau bietet uns ihre Waschmaschine an und backt gleich noch Brot für uns mit. Wir freunden uns mit den paar Polizisten an, die hier Dienst tun und verbringen lustige Nachmittage in der Polizeistation. An einem Vormittag besuchen wir die Schule, in die gerade einmal 14 Kinder gehen. Aus den geplanten zwei Tagen in Puerto Eden wird mehr als eine Woche.

Der nächste Stopp in der Zivilisation ist in Tortel, einem durch seine Holzbrücken und –treppen bekannten Örtchen südlich des Golfo de Pena. Hier leben schon 500 Menschen, der Lastwagen mit Obst und Gemüse kommt alle zwei Wochen, jetzt im Winter allerdings wetterbedingt ganz unregelmäßig. In Tortel bleiben wir noch viel länger, freunden uns mit einigen Bewohnern an, haben regelmäßig Besuch an Bord und erfahren, wie einfach, aber glücklich die Menschen hier leben.

Der Golfo de Pena, der Golf des Schmerzens, stellt unsere Geduld so richtig auf die Probe. Tagelang warten wir auf ein Wetterfenster, queren ihn schließlich unter einigermaßen optimalen Bedingungen und verstecken uns, bevor das nächste Tiefdruckgebiet im Anmarsch ist, wieder in den Kanälen.

Vorbei ist es allerdings nun mit der Einsamkeit. In vielen Buchten sind Lachszucht-Stationen, nicht nur fürs Auge, sondern v.a. für die Umwelt eine Tragödie. Immer häufiger begegnen wir anderen Schiffen: Fähren, Frachtern, Fischern. An der Ostseite der großen Insel Chiloe erkunden wir viele kleine Inseln, besuchen winzige Örtchen und freuen uns, dass die Tage so langsam wieder länger und wärmer werden.

Dann erreichen wir Puerto Montt, sind seit Monaten zum ersten Mal wieder in einer richtigen Stadt, wissen eine gute Internetverbindung und eine warme Dusche sowie den Supermarkt in der Nähe zu schätzen, aber vermissen gleichzeitig die Einsamkeit und Ursprünglichkeit der Kanäle.

Training im Beagle-Kanal

21. Februar 2018

Feuerland, Chile: Die Segelschule in Puerto Williams liegt uns sehr am Herzen. Nicht nur uns: Der Gründer und Hauptspender der Schule, Don Nicolas hat vor einigen Wochen der Schule eine seiner Segelyachten zur Verfügung gestellt, damit die Jugendlichen weiter als in der Bucht von Puerto Williams segeln und auch das Yachten-Segeln kennenlernen. Jetzt müssen erst einmal die Segellehrer die SY TOKERAU und die Ankerplätze, wohin sie mit den Jugendlichen segeln können, kennenlernen. Es gibt einen, der kennt sich hier in der Gegend richtig gut aus und kann natürlich dabei helfen….

….Valdo! Irgendwie war es für uns gar keine Frage, dass er anbietet, sie zu unterstützen. Da die einzige Zeit ohne Segelschul-Betrieb der Sonntag und Montag sind, ist die Crew der Segelschule mit Valdo als Trainer nun schon zweimal von Samstagabend bis Montagabend im Beagle-Kanal unterwegs gewesen. Einmal Richtung West, einmal Richtung Ost. Valdo hat ihnen nicht nur Ankerbuchten und kleine Archipele gezeigt, die nicht im Revierführer stehen, sondern auch mit Rat und Tat bei Segel-, Anlege-  und Ankermanövern zur Seite gestanden.

Ganz nett hat sich Eduardo, der Leiter der Segelschule, dann auch bei mir bedankt, wie süß. Einfach, weil wir Valdo immer wieder „hergeben“ für so was. Wir finden es bewundernswert, dass die gesamte Crew, inclusive Sekretärin und Praktikant, bereit ist, einen sehr großen Teil ihrer Freizeit dafür zu opfern, diese Trainingstörns zu machen. Da ist es ja wohl das mindestens, dass wir sie unterstützen!

 

Die SY Polarwind in der Antarktis

20. Januar 2018

Ende Dezember 2017 ging für die Stammcrew der Polarwind wieder ein Traum in Erfüllung: Ein Törn ins ewige Eis. Die Vorbereitungen für diese mehrwöchige Reise mit Expeditionscharakter zogen sich über Monate, mussten doch Schiff und Crew bestens vorbereitet sein für die Einsamkeit des weißen Kontinents. Dann galt es natürlich auch, die entsprechenden Genehmigungen zu beantragen, die zwar viel Arbeit machen, aber im Sinne des Schutzes der Antarktis absolut sinnvoll sind.

Das schwierigste an einem Antarktis-Törn ist neben den ständigen Eiswachen in der Antarktis selbst zweifellos der Weg dorthin. Die Drake-Passage, wo Atlantik und Pazifik aufeinandertreffen, verdient allen Respekt und ist selbst bei einem einigermaßen passenden Wetterfenster wegen der meterhohen Wellen nicht einfach zu besegeln.

Der Blick auf die ersten Eisberge entschädigt uns für fünf Tage Schleudergang in der Drake. Bilderbuchartig tauchen die ersten Eisberge auf, zuerst schollenartig, dann kirchengroß. Am Wrack eines Walfängers machen wir in der Bucht Enterprise fest. Es folgen unvergessliche Wochen in Eis und Schnee der antarktischen Halbinsel. Faszinierend sind die unterschiedlichen Eisformationen. Auch nach Tagen wird es nicht langweilig, sie zu bestaunen, mal haushoch, dann wieder ganz flach und blau-schimmernd leuchtend. Täglich neu bewundern wir die Tierwelt: auf Eisschollen schlummernde See-Leoparden, um den Bug schwimmende Buckel- und Minkwale und immer und überall Pinguine. Der Geruch ihrer Hinterlassenschaften kündigt eine Kolonie schon von weitem an.

Beim Besuch der chilenischen Station Gonzalo Videla in der Paradise-Bay, die ihren Namen absolut zu recht trägt, ist der fünf Meter Sicherheitsabstand zu den Tieren gar nicht einzuhalten. Wir bleiben zwar auf den Wegen, aber die Pinguine sind mindestens genauso neugierig wie wir und watscheln uns munter zwischen die Beine.

Mit Verwunderung beobachten wir die vielen Menschen auf der ehemaligen englischen Forschungsstation Port Lockroy, einem beliebten Ziel aller Kreuzfahrten in die Antarktis und freuen uns dann umso mehr über die Schönheit und Einsamkeit des von hohen Felsbergen umsäumten Le Maire Kanals.

Vorsicht ist jeden Tag neu geboten. Die Eisverhältnisse in den Kanälen und Durchfahrten ändern sich täglich und mehr als einmal ist uns der Weg in eine sichere Ankerbucht wegen eines Eisberges verwehrt. Wir beobachten genau das Wettergeschehen, versuchen, uns von jeglichem Sturm oder Starkwind fernzuhalten und warten geduldig auf ein Wetterfenster, um Anfang Februar zurück an den Südzipfels Chiles zu segeln.

Als wir nach erneuten fünf Tagen in der Drake-Passage am berühmten Micalvin in Puerto Williams festmachen, sind wir erschöpft, aber v.a. glücklich und dankbar für dieses unvergessliche Abenteuer.

Regata Hoorn 2017 – Holanda

16. Juni 2017

Regata Hoorn 2017 – Holanda

Miercoles 14.06

A las 14:45 se dío inicio a la regata oficial Hoorn 2017, en la cual 23 optimist en las categorías A y B participaron bajo la organización del Club de Vela de Hoorn WSV.

Joaquin Cruz y Arturo Oyarzún participaron en la categoría B, mientras Jorge Barria participo en la categoria de botes rápidos con un velero Summ.

Sin duda una inolvidable experiencia de navegar en las aguas del “Ijsselmeer“ y en compañia de 22 niños de Holanda que navegaban en aguas conocidas y con bastante experiencia en la vela.

A las 16:05 nos llevamos una gran sorpresa cuando Joaquín Cruz, cruza la meta y sin protestas durante la competencia.

A las 19:10 comenzó la ceremonia de premiación y una recepción oficial para nuestra delegación. Con la presencia de un representante del gobierno local de Hoorn y de diversas entidades náuticas y de museos locales, se entregaron los correspondiente premios, destacando especialmente al numero 1 de la categoría B a nuestro Joaquin Cruz de Cedena, quien gana esta regata Hoorn 2017, recibiendo una serie de premios y las palabras del presidente del Club de Hoorn.

Felicitaciones a todo nuestro equipo CEDENA (Joaquin Cruz, Jorge Barría, y Arturo Oyarzún).