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Neue Ankerplätze im Revier Kap Hoorn

01. September 2013

Im gesamten Revier Feuerland und Kap Hoorn entscheidet die chilenische Marine darüber, in welchen Buchten geankert werden darf. Ankert man in einer Bucht, die zwar für eine Segelyacht sicher, aber nicht von der Marine frei gegeben ist, drohen Geldstrafen bis hin zu Segelverbot. Fast alle Skipper mit langjähriger Kap Hoorn Erfahrung sind sich darüber einig, dass nicht immer die ausgewiesenen Buchten die sichersten für eine Segelyacht sind, denn der entsprechende Ratgeber wurde v.a. für große Marineschiffe geschrieben. Auch die Marine hat das eingesehen und nun Skipper und Eigner der SY POLARWIND Osvaldo Escobar als ehemaliges Marinemitglied und erfahrenen Segler im Revier gebeten, einen ausführlichen Bericht über speziell für Segelyachten geeignete Buchten zu verfassen.

Der Bericht ist im Mai 2013 bei der Marine eingegangen und wird nun in Valparaiso ausgewertet. Wird er mit all den von Osvaldo vorgeschlagenen Buchten von der Marine akzeptiert, wäre das ein großer Schritt sowohl für die Yachten, die seit Jahren im Revier segeln als auch für diejenigen, die zum ersten Mal hier segeln. Wir warten auf die Ergebnisse in den nächsten Wochen.

Auf den Cerro Bandera

25. Januar 2013

Die SY POLARWIND hat wieder einmal erfolgreich das Kap Horn umrundet. Bei 30 bis 35 Knoten aus West/Südwest segelte sie unter Genua und Großsegel von West nach Ost ums Kap. Kaum zurück in Puerto Williams war schon die nächste Schlechtwetterfront in Anmarsch, so dass die Häfen in Ushuaia und Puerto Williams geschlossen wurden. Nach einer stürmischen Nacht lief die POLARWIND erneut aus, dieses Mal Kurs West zu den Gletschern der Darwin-Kordillere. Aber sie kam nur 15 Meilen  weit. Wieder hatte der Wind zugenommen und an ein Weiterkommen gegen an war nicht zu denken. Skipper Osvaldo entschied umzukehren, gut so, denn im Laufe der Nacht gab es Böen bis knapp 70 Knoten. Also Plan B: Wandern statt segeln. So machte sich die gesamte Crew auf den Weg zum Gipfel des Cerro Bandera (Fahnen-Berg). Mit einem phantastischen Blick auf den windgepeitschten Beagle-Kanal wurde der Aufstieg belohnt. Mit guter Laune und der richtigen Einstellung kann also auch ein wetterbedingter Nicht-Segeltag zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.

Die große Polarwind-Expedition 2012 nun auch in der YACHT

18. Januar 2013

"ABENTEUER – Mit der Yacht zu eisigen Gipfeln: Bergsteigen in Feuerland" heißt es auf der Titelseite der aktuellen Ausgabe (2/13) der Zeitschrift YACHT. Der Bericht handelt von der erfolgreichen Erstbesteigung des Monte Giordano auf Feuerland. Die Bergsteiger Robert Jasper, Jörn Heller und Ralf Gantzhorn waren im März und April 2011 mit der SY POLARWIND unterwegs zu diesem Gipfel. Ein anhaltendes Sturmtief machte die Expedition zu einem wahren Abenteuer. Eine ganze Woche lang war die Yacht auf dem Weg zu besagtem Berg aufgrund des schlechten Wetters in einer kleinen geschützten Bucht gefangen.

Durch den Südwest-Arm des Beagle-Kanals

15. Januar 2013

Die ersten zwei Wochen des neuen Jahres war die SY POLARWIND in der Gletscherwelt Feuerlands unterwegs. Auf diesem Törn ging es ab Puerto Williams zunächst westwärts und  durch den Nordwest-Arm zum atemberaubenden Gletscher Pia. Nach einem Abstecher zur unbewohnten Insel Chair (engl. Stuhl, nach ihrer eigentümlichen Form von Fitzroy im Jahr 1833 so benannt), segelte die Yacht durch den Kanal Barros Merino und dann weiter durch den Südwest-Arm des Beagle-Kanals. Beim Gletscher Francisco Coloane lag eine kleine französische Yacht mit einem Motorproblem vor Anker.  Sich gegenseitig Hilfe zu leisten ist in diesem einsamen und oft so unwirtlichem Revier mehr als selbstverständlich und so nahmen die Franzosen dankbar eine fast neue Batterie der POLARWIND als Leihgabe entgegen, mit der sie ihren eigenen Motor schnell wieder in Gang brachten.  Die POLARWIND segelte weiter gen Osten, suchte bei 40 bis 45 Knoten aus Nord-West Schutz in der kleinen Bucht „Borracho“ (Der Betrunkene) und unter Segeln ging es dann zurück nach Puerto Williams.

60 Male rund Kap Hoorn

13. Dezember 2012

Am Nachmittag des 11. Dezembers 2012 umsegelt die SY POLARWIND wieder einmal das Kap Hoorn. Für Skipper Osvaldo ist es ein besonderer Moment. Der 36-Jährige umrundete zum 60. Mal das Kap Hoorn. 1992 war Osvaldo erstmals mit der chilenischen Marine am Kap Hoorn und hat es seitdem mit verschiedensten Schiffen umrundet, allein 45 Mal davon mit einer Segelyacht.